Schlesischer Heimatverein Patschkau und Umgebung e.V.
Home
Sind wir Revanchisten, weil wir das Zentrum gegen Vertreibungen
fordern?
Das Zentrum gegen Vertreibungen gehört nach
Berlin. Es wird sich über Europa hinaus gegen
Vertreibungen wenden. Nur Tatsachendarstellungen, keine Polemik wird es
geben. Aber warum fürchten sich insbesondere Polen und Tschechen
davor? Warum verschweigt man - das gilt auch für manche politische
Partei in Deutschland - dass die Vertriebenen in ihrer Charta sich schon
1950 in Stuttgart für Frieden und Versöhnung ausgesprochen
haben, dass der langjährige Vorsitzende der Landsmannschaft
Schlesien, Herbert Hupka, vor wenigen Jahren zum Ehrenbürger seiner
Heimatstadt Ratibor erklärt wurde? Versöhnung geschieht durch
die ausgestreckte Hand von Vertriebenen und Polen an vielen Stellen.
Wir sind stolz darauf, dass wir - allerdings auf der Basis umfassender
Wahrhaftigkeit - mit Mut und Entschlossenheit Beispiele für unsere
Versöhnungsbereitschaft erbracht haben. Wir gehen diesen
Weg unbeirrt weiter!
Wussten Sie
- dass unser Heimatpfarrer ganze LKW-Ladungen an Hilfsgütern in
schwierigen Zeiten an polnische Einwohner in verschiedenen Orten im
Kreis Neisse/Nysa gebracht hat?
- dass Patschkauer nach dem Hochwasser der Neiße 1998 durch eine
Tombola und Spendenaufrufe in der „Dohle” sich
bemühten, die in Patschkau/Paczków eingetretene Not zu
lindern?
- dass in den 90er-Jahren unser Heimatpfarrer vor Weihnachten nach
Patschkau/Paczków fuhr und an jedes Schulkind eine Tafel
Schokolade verteilte?
- dass sich 1996 – 50 Jahre nach ihrer Vertreibung 250 Patschkauer und
Dörfler „zu Wiedersehen und Begegnung” nach
Patschkau/Paczków begaben, dort offiziell von Bürgermeister
und Stadtrat empfangen wurden, mit Polen und Tschechen zusammen einen
Gottesdienst feierten und danach miteinander das Brot der
Versöhnung brachen, sich Polen und Deutsche bei einem festlichen
Abend trafen?
- dass der Bürgermeister und der Ratsvorsitzende von
Paczk´w/Patschkau mit ihren Ehefrauen auf Einladung des
Schlesischen Heimatvereins Patschkau und Umgebung an einem
Patschkauertreffen in der Paten- und Partnerstadt Einbeck teilnahmen,
als Gastgeschenk einen historischen Stuhl aus dem Patschkauer Rathaus
mitbrachten?
- dass der Dohlenmann und verschiedene polnische Autoren unter Angabe
der jeweiligen Patschkauer Quellen gegenseitig Texte
übernehmen?
- dass Deutsche und Polen gemeinsam das 750-jährige
Gründungsjubiläum in Patschkau feierten? Hierzu waren 150
ehemals in Patschkau und den umliegenden Dörfern Wohnhafte
angereist. Nicht nur deutsche, polnische und tschechische Geistliche
feierten mit Texten in ihren drei Sprachen einen Festgottesdienst, der
Weihbischof von Oppeln war dabei, um das Ereignis zu
unterstreichen.
- dass anlässlich des Patschkauer Stadtjubiläums der
Bürgermeister eine Ansichtskartensammlung herausgab, deren
Einzelheiten von polnischen Stadtbewohnern und ehemaligen deutschen
Einwohnern gemeinsam bearbeitet wurden?
- dass verschiedene geistliche und weltliche Behörden in der
Stadt Paczków/Patschkau dem Dohlenmann Dokumente zur Ablichtung
für die „Dohle” und das Patschkauer Archiv
überließen?
- dass der Pfarrer der St.Johannes-Kirche in Paczkó/Patschkau
der Anbringung einer Tafel an gut sichtbarer Stelle seines
Kirchengebäudes zustimmte, das in polnischer und deutscher Sprache
ausführt: „Zum Gedenken an die Verstorbenen derer, die bis
1945 in Patschkau Heimat und Wohnung hatten.”
- dass „polnische und deutsche Patschkauer” gemeinsam
historischen Quellen nachgehen, zuweilen auch polnischen Autoren in der
„Patschkauer Dohle” Platz eingeräumt wird?
- dass in den vergangenen Jahrzehnten zwischen polnischen und
deutschen Familien in Patschkau und Umgebung aus zunächst
zögerlichen Begegnungen viele Freundschaften entstanden sind?
- dass der Patschkauer Bürgermeister und der Dohlenmann
vereinbart haben, die Homepages der jeweils anderen Seite als Link in
die eigene Homepage aufzunehmen?
Weitere Beispiele wären darstellbar.
Wussten Sie das?
Letzte Änderung: 05.03.2006
Webmaster