Patschkauer Heimatstube in Einbeck



Viele Patschkauer und Bewohner der die Stadt umgebenden
Dörfer spendeten von ihren geretteten Habseligkeiten aus der
Heimat sowohl Gegenstände als auch Schriften. Daraus ent-
stand zunächst 1997 im Alten Rathaus in der Patenstadt Einbeck
eine Heimatstube.
2007 konnte eine neue Heimatstube im Einbecker Stadt-
Museum in Zusammenarbeit des Vereins mit der Leiterin dieses
Museums eingerichtet werden. Die nebenstehenden Bilder zeigen
die wichtigsten Ausstellungsgegenstände.
Ein großer Monitor bietet durch einen Videofilm einen Einblick in  
Teile der Stadt Patschkau in Oberschlesien.
    Titel des Films:  "Spaziergang durch Patschkau".
Da  vieles auf engstem Raum dargestellt werden mußte, haben
wir einen Multimedienschrank erstellt, aus dem u.a. fächerförmig
42 x 60 cm große Flächen gezogen werden können. Auf ihnen
können Informationen sowohl über Patschkau als auch die sie  
umgebenden Dörfer gelesen, Fotos betrachtet werden.

Eine mit Kopfhörern ausgestattete Anlage ermöglicht die Wieder-
gabe der um Patschkau früher gesprochenen schlesischen
Mundart.
Eine kleine Buchauswahl bietet heimatbezogene Texte  an, Titel
über Patschkau und seine Umgebung.

Ein Auszug enthält eine Sammlung  von Berichten und Darstel-
lungen. Man findet dort ein Gedenkbuch mit den Namen der im  
Zweiten Weltkrieg Gefallenen, ein Einwohnerverzeichnis von 1939,
ein nach der Vertreibung erstelltes Anschriftenverzeichnis der ehe-
maligen Bewohner im "Westen Deutschlands" und anderes mehr.

Von Franz Friebel, einem ehemaligen Patschkauer, stammt so-
wohl das Modell der katholischen Pfarrkirche in Patschkau als
auch eine aus Holz in kleinen Serien angefertigte Darstellung der
Stadt, die früher als Baukasten in alle Welt verschickt wurde.

Als sehenswert kann ein Originalstuhl aus dem Patschkauer
Ratssitzungszimmer  angesehen werden. Durch intensive Zusam-
menarbeit mit polnischen Amtsträgern in der heute Paczków ge-
nannten Stadt war die Überführung möglich.

Eine Wand ziert die ehemalige Landkarte Schlesiens, im Süden
der schlesischen Hauptstadt Breslau findet man Patschkau. Da-
neben Großaufnahmen aus Patschkau u. der Patenstadt Einbeck.

          Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 11.00 - 17.00 Uhr

 

Ergänzung der Patschkauer Heimatstube
Am 22.05.11 wird im Einbecker StadtMuseum im be-nachbarten Raum der Patschkauer Heimatstube auf Initiative der Museumsleiterin Frau Dr. Heege und der Arbeit einer Abiturklasse des Einbecker Goethegymnasiums unter der Leitung von Frau Dr. Mosler nach vielen Gesprächen mit Heimatver-triebenen aus Patschkau und den umliegenden Dörfern eine Ausstellung eröffnet, die sich mit der Aufnahme der Vertriebenen 1946 in Einbeck be-schäftigt.

 

Patschkauer Heimtstube

 

Dienstag, 26. April 2011, 15 bis 17 Uhr      und künftig jeden letzten Dienstag im Monat 

Erzähl-Café: wie war das damals? Ankunft und Integration der Patschkauer in Einbeck

Das Stadtmuseum lädt einmal monatlich zum Gesprächsnachmittag ein: GoetheschülerInnen und ehemalige Patschkauer graben gemeinsam in Erinnerungen: Wie wurden die Flüchtlinge empfangen? Wie fanden sie Wohnung und Arbeitsplatz? Wie gelang die Integration in der neuen Heimat, in der Nachkriegsstadt Einbeck?

Das Projekt möchte die Wege von ehemaligen Patschkauern in Westdeutschland verfolgen. Die erzählten Geschichten bilden die Grundlage für eine Fortsetzung der Patschkau-Ausstellung bilden, die am 22. Mai 2011 eröffnet wird. Die Teilnahme ist selbstverständlich freiwillig und kostenlos. Gern geben wir Ihnen nähere Auskunft (Tel. 05561 - 971710).