Auszug aus der Geschichte der Stadt Patschkau

1254  8. März,
Patschkau wird durch Bischof Thomas I. (1232 - †1268) gegründet auf dem Gebiet des Dorfes Bogenau und Äckern des Dorfes Patschkau bis an den Tarnaubach. Es gilt Neisser (deutsches) Recht. Das Bischofsdorf Patschkau erhält den Zusatz "Alt-" (antiqui Paczchow - Urkunde vom 16.12.1261 von Bischof Thomas I.).
1350
Bischof Przeslaus (1342-1376) lässt Befestigungsmauern um die Stadt anlegen.
1388
wird die Pfarrkirche St. Johannes Evang. Eingeweiht.
1420
schenkt Bischof Konrad der Stadt den Wald über Gostitz, macht die Stadt reich
1428
Die Hussiten fallen ein, verwüsten Stadt und Umland
1514
Bischof Johann schenkt der Stadt den Steinbruch am Jägerberg (Questenberg) f. d. Stadtmauerreparatur
1550
Der Renaissance-Rathausturm wird mit Unterstützung des Bischofs erbaut.
1565
In Patschkau wütet die Pest besonders schlimm, auch 1603 und später
1634
Dreißigjähriger Krieg: Die „Kaiserlichen” setzen Patschkau in Brand.
1641
Die Schweden plündern Patschkau. Die Bevölkerung verarmt total.
1742
Patschkau wird nach dem „Ersten Schlesischen Krieg” preußisch (gehörte vorher zu Österreich).
1902
Die evangelische „Erlöserkirche” wird eingeweiht.
1945
Am 20.März bombardieren sowjetische Flugzeuge Patschkau. Die Rote Armee ist im Anmarsch.
1945
Frühjahr: Die Bevölkerung flüchtet in die Reichensteiner Berge, teils weiter in die Tschechoslowakei.
1945
Am 7.Mai wird Patschkau kampflos von sowjetischen Truppen besetzt.
1945
In den Monaten Mai/Juli kehren die meisten geflüchteten Patschkauer in die Stadt zurück.
1945
Ab Juli/August besetzen Polen die Wohnungen und die Geschäfte der deutschen Bevölkerung.
1945
Im August wird vom sowj. Stadtkommandanten eine polnische Verwaltung eingesetzt.
1945
Im August beginnt die Vertreibung der deutschen Bevölkerung, zunächst aus ihren Wohnungen.
1946
Ab Mai wird die deutsche Bevölkerung systematisch in den Westen Deutschlands vertrieben.
1946
Im Juni müssen die Patschkauer mit Handgepäck ins 13 km entfernte Ottmachau zur Abschiebung.
1947
Pfarrer Rieger sammelt Anschriften der weit verstreut wohnenden Patschkauer und Dörfler in Mittel- und Westdeutschland.
1954
Die Stadt Einbeck übernimmt die Patenschaft für die heimatvertriebenen Patschkauer.
1955
Die heimatvertriebenen Patschkauer gründen die Zeitschrift „Patschkauer Dohle”.
1992
Am 12.September schließen die Vertreter der Städte Einbeck und Paczków einen Partnerschaftsvertrag.
1996
Am 30.8. reisen 250 Patschkauer in ihre Heimatstadt, werden offiziell empfangen, dreisprachige Messe.
1997
In Einbeck wird die Patschkauer Heimatstube im Alten Rathaus vom BM Wehner offiziell eingeweiht.
2007 Verlegung der Heimatstube in das Stadtmuseum Einbeck.
1999
Am 4.Sept. gründen die heimatvertriebenen Patschkauer und Dörfler den "Schlesischen Heimatverein Patschkau und Umgebung e.V."
1999
Am 5.Sept. wird die Patschkauer Gedenktafel in der Rathaushalle offiziell eingeweiht.
2004
In Patschkau gedenken Deutsche und Polen gemeinsam des 750. Jahrestages der Stadtgründung.

2014 

         60 Jahre Patenschaft Einbeck - Patschkau, 14.06.2014 Feierstunde im Alten Rathaus von Einbeck
         15.06.2014 Einweihung des Patschkauer-Magazins im Stadtmuseum in Einbeck.

2015  Der "Schesische Heimatverein Patschkau und Umgebung e.V. wird zum 31.12.2015 als Verein aufgelöst.

         Als Nachfolgeorganisation wurde in der Mitgliederversammlung vom 05.09.2015 die "Heimatgemeinschaft Patschkau und Umgebung"
         gegründet, die seit 01.01.2016 dem Neisser Kultur- und Heimatbund e.V. in Hildesheim angehört.

Gründung Stadt Patschkau.pdf
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1954 wurde zur 700-Jahrfeier der Patschkauer Stadtgründung ein Anstecker herausgegeben und die Patenschaft zwischen den heimatvertriebenen Patschkauern und Dörflern mit der Stadt Einbeck beschlossen. Die polnische Post brachte eine Luftpost-Briefmarke heraus.
Zum 750-jährigen Stadtjubiläum 2004 gab der Heimatverein einen Anstecker und die Stadt Paczków eine Gedenkmedaille heraus.