Aktuelles

 

Pfarrer i.R. Hermann Ritter gestorben †
Konsistorialrat des Erzbistums Breslau

Nach langer schwerer Krankheit verstarb am 03. Juni 2017 im 88. Lebensjahr unser Heimatpfarrer Hermann Ritter im Pflegeheim St. Johannes in Spelle bei Rheine.
Die Beisetzung fand auf seinem Wunsch in Westoverledingen-Flachsmeer, in seinem früheren Wirkungskreis als  Pfarrer, statt.
Hermann Ritter wurde am 20. Dezember 1958 im Dom zu Osnabrück zum Priester geweiht, seine Primiz feierte er am Sonntag, dem 28. Dezember 1958, um 10:00 Uhr in Westerstede, Lk Ammerland. Hier in Westerstede, kurz vor Ostfriesland, hat Hermann Ritter mit seinen Angehörigen nach der Vertreibung eine neue Heimat gefunden. Vor seinem Studium war er bei einer Westersteder Baufirma tätig, die in Wilhelmshaven auch die St. Michael-Kirche gebaut hat. Diese Kirche beheimatete von 1955 bis zu ihrer Profanierung 2014 eine Alt-Patschkauer Glocke aus dem Jahr 1611, die von dem Hamburger Glockenfriedhof nach Kriegsende gerettet wurde.
Hermann Ritter wurde zunächst Kaplan in Kiel-Garden und an-schließend in Herz-Jesu und St. Willehad in Cuxhaven. Seit 1966 war er 38 Jahre in St. Bernhard, Flachsmeer als Pfarrer tätig. Hier feierte er auch sein "Silberes Priesterjubiläum". Nach seiner Pensionierung mit 75 Jahren übernahm er eine segensreiche Aufgabe im St. Johannes Stift in Spelle, wo 2008 sein "Goldenes Priesterjubiläum" feierlich begangen wurde..

Als Nachfolger von Heimatpfarrer Paul Rieger übernahm  Hermann Ritter 1972 dieses Amt im Patschkau-Kuratorium bzw. im Patschkauer Heimatverein e.V., hier war er für die Finanzen und den seelsorgerischen Teil im Patschkauer Heimatblatt, "Die Dohle",  zuständig.
Bei den regelmäßigen Heimattreffen der Patschkauer  in ihrer Patenstadt Einbeck gestaltet er mit dem Ortspfarrer  stets den Gedenkgottesdienst. Den Festgottesdienst zur Feier, 750 Jahre  Patschkau  2004, feierte Hermann Ritter mit polnischen und tschechischen Geistlichen gemeinsam in der St. Johannes-Evangelist-Kirche zu Patschkau/Paczków. Er war nicht nur für die im Westen lebenden Vertriebenen ein Ansprechpartner sondern auch  die Heimatverbliebenen lagen Ihm am Herzen. Viele Patschkauer und Dörfler haben bei Pfarrer Hermann Ritter jährlich eine Messe für ihre Verstorbenen lesen lassen.
Die Gemeinschaft der Patschkauer und Dörfler werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren.  R.i.P.

25 Jahre Städtepartnerschaft zwischen Einbeck und Patschkau/Paczków

Am 12. September 1992 wurde zwischen der Stadt Einbeck und der schlesischen Stadt Patschkau die Partnerschaftsurkunde in Paczków unterzeichnet.

 Paczków und seine Partnerstädte:

 Einbeck, Kreis Northeim, Niedersachsen

              seit 12. September 1992, erneuert 24. Juni 2017

 Uzės, Frankreich, Provence, Arrondissement Nimes seit 28. August 1978
 
Javornik/Jauernig, Tschechei
 Ejszyszki/Litauen/ Region Wilna
seit 24. Juni 2017
 

 

Erneuerung der Städtepartnerschaft nach 25 Jahren

In Einbeck fanden nach 1946 viele Vertriebene aus Patschkau und  Umgebung eine neue Heimat. So übernahm die Stadt Einbeck 1954 die Patenschaft für die ehemaligen Patschkauer und Dörfler. Hier traf man sich regelmäßig alle zwei Jahre zum Heimattreffen.
Erst spät wurde zwischen Städten Einbeck und Paczków/Patschkau, am 12. September 1992, ein Vertrag über eine Städtepartnerschaft in Paczków abgeschlossen. Nach 25 Jahren war es nun Zeit den Partnerschaftsvertrag  zu erneuern. So wurde am 24. Juni 2017 im Rahmen der 38. Ratssitzung des derzeitigen Paczkówer Rates erneut Urkunden ausgetauscht. Unterzeichnet wurden die Urkunden von der Einbecker Bürgermeisterin, Frau Dr. Sabine Michalek, und dem Paczkówer Bürgermeister, Artur Rolka.
Im Anschluß wurde ein neuer  Städtepartnerschaft-Vertrag von den Bürgermeistern der Stadt Paczków und der litauischen Stadt Ejszyszki unterzeichnet. Die Stadt Ejszyszki hat ca. 3800 Einwohner und liegt im Bezirk Wilnius, an der Grenze zu Weißrussland. Die Bevölkerung spricht zu 85% polnisch.
Gemeinsam wurden Partnerschaftsbäume, Trompetenbäume (Catalpa –Scop.) in der Grünanlage vor dem Patschkauer Gymnasium gepflanzt. Je ein Baum für Paczków-Einbeck, Paczków-Ejszyszki und ein Gemein-schaftsbaum.
Die Stadt Paczków unterhält jetzt Städtepartnerschaften mit Einbeck/Deutschland, Uzes/Frankreich, Javornik(Jauernig)/Tschechei und Ejszyszki/Litauen.
Die Einbecker Delegation hatte danach die Gelegenheit zur Stadtbesichtigung mit Führung und zum Besuch des Paczkówer Stadtfestes. Zur Einbecker-Delegation gehörten neben der Bürgermeisterin auch Mitglieder der Stadtverwaltung, des Stadtrates und Mitglieder der Patschkauer Heimatgemeinschaft.
Fotos (5) und Text: Rudolf Lux

4 Fotos: Stadt Paczków = www.paczkow.pl/aktuell

                                                     Nachrichten aus Paczkow/Patschkau

Moritz Brosig Festival 2017

 

 

Moritz Brosig - Festival 2017
Orgel und Kammermusik

 

03. Mai 2017 um 16:30 in der Kirche "Unserer Lieben Frau von der immerwährenden Hilfe", früher evangel. Erlöserkirche ( Kleine Kirche genannt)

Wallstraße/ ul. Staszica

 

Vokal-Akkord-Quartett (a capella) aus der Ukraine

 

01. Oktober 2017 um 17:00 Uhr im Haus der Kultur,

früher "Deutsches Haus" in der Neisser Straße/ Wojska Polskiego

 

"Die Fledermaus"

Ein Abend mit Johann Strauß

 

10. November 2017 um 17:00 Uhr im Haus der Kultur,

früher "Deutsches Haus" in der Neisser Straße/

Wojska Polskiego

 

Vokal-Team Artes - Instrumentalensemble

Stadt Paczków hat große Pläne

Die Stadt Paczków plant die Neugestaltung des Marktplatzes (Ring). Es sollen mehr Grünflächen entstehen, dazu müssen die Parkplätze drastisch eingeschränkt werden. Von den mehr als 100 Standplätzen sollen nur 45 übrigbleiben. Auch soll der Autoverkehr auf dem Ring reduziert werden. Anstelle des Kreisverkehrs soll nur noch in zwei Richtungen gefahren werden: Von der Glatzer Straße/Narutowicza - Ring/Rynek - Breslauer Straße/Wroslawska  und von Münsterberger Straße/E.Plater – Ring/Rynek – Kollataja. Nach dieser Planung können die kurzen Stirnseiten des Ringes nicht mehr befahren werden.
Bei der Umgestaltung des Ringes muß auch die technische Infrastruktur im Untergrund (Sanitär, Abwasser, Strom usw.) modernisiert werden.
Nach den Vorstellungen des ehemaligen Kurators des Gasmuseums, Adam King, soll eine „Gas-Route“ (Gaslaternen) vom Ring über die Frankensteiner Straße/Sikorskiego – Bergmannstraße/ul. Pocztowa bis zum Gasmuseum führen.
Ob und wann diese Pläne umgesetzt werden können, ist eine Frage der Finanzierung.

Paczków – Umbau des Busbahnhofs

Am 30. Juni 2017 wurde im Kreismuseum in Nysa/Neisse das Abkommen über die Finanzierung im Rahmen des regionalen Programms der Wojewotschaft Opole/Oppeln für die Jahre 2014-2020 unterzeichnet. Es geht um den Einsatz von CO2-Strategien in der Subregion Süd, den Gemeinden Grodków/Grottkau und Paczków/Patschkau. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Grottkau, die Projektleiter ist.

Ziel des Projektes ist, die Lebensqualität der lokalen Gemeinschaften zu verbessern und zur Verringerung der Luftverschmutzung beizutragen, dies soll durch die Entwicklung von sauberen und wirksameren Formen des Öffentlichen Personennahverkehrs geschehen.

Im Herbst 2018 will die Stadt Paczków den Busbahnhof an der Wallstraße/S. Staszcia gegenüber der ehemaligen evangel. Kirche modernisieren. Der bisherige Busbahnhof ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Außerdem sollen am Busbahnhof und rund um die Stadtmauer Parkplätze eingerichtet werden, da nach einem Umbau des Marktplatzes (des Ringes) eine ganze Reihe Parkplätze in der Altstadt entfallen. Leider müßte wohl für die neuen Plätze in die Grünanlagen der Promenaden eingegriffen werden.
Das ganze Projekt soll nach bisherigen  Planungen ca. 2.86 Mio. z
ł. einschließlich 2,05 Mio. zł. Kofinanzierung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), kosten.

Pfarrerwechsel bei St. Johannis-Evangelist in Patschkau

 Am 20. Juni 2017 feierte Pfarrer Edward Henne sein 52.jähriges Priesterjubiläum. Pfarrer Henne war der dritte Geistliche an St. Johannis-Evangelist nach dem 2. Weltkrieg. Seine Vorgänger seit 1945 waren Pfarrer Franciszek Siekierski und Piotr Gołąbek.

Am 24. August 2017 ist Personalwechsel an St. Johannis, Pfarrer Henne geht in Pension und sein Nachfolger,  Pfarrer Jarosław Ostrowski, übernimmt das Amt des Patschkauer Ortsgeistlichen. Pfarrer Ostrowski war bisher an der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria in Jemielnica/Himmelwitz, Kreis Groß Strehlitz, tätig.

Fotos aus: www.paczkow24.pl; links: Pfarrer Eward Henne, rechts: Pfarrer Jaroslaw Ostrowski (Foto: Ligota Turawska)

Neisser Bundestreffen Juli 2016 in Hildesheim

 Das Bundestreffen des Neisser Kultur- und Heimatbundes e.V. fand vom 01. bis 03. Juli 2016 in der Neisser Patenstadt Hildesheim statt. Erstmalig nahmen auch einige Heimatfreunde aus dem Patschkauer Land, nach Auflösung des Patschkauer Heimatvereins, an diesem Treffen teil.

Als Gäste beim Neisser Treffen waren auch der Bürgermeister der Stadt Neisse/ Nysa, mit seinem Stellvertreter und der Landrat des Kreises Neisse/Powiat Nysa

gekommen.

Nebenstehendes Bild zeigt die Delegierten der Stadt-, Orts- und Schulkreise mit dem Bundesvorstand.

Weitere Bilder zeigen Ausschnitte vom Treffen und von der Gedenkstunde im

Eichendorff-Hain, der in unmittelbarer Nähe des Tageshotel Berghölzchen in Hildesheim ist. Besonders ist das Bild mit Corola Lommer, der ältesten Teilnehmerin (96), die mit ihrem Sohn gekommen ist, von Bedeutung. Frau Lommer ist die Enkelin des ehemaligen Patschkauer Bürgermeisters Dr. Hahn und auch Delegierte für die Neisser Schulkreise.

Die Heimatgemeinschaft Patschkau und Umgebung beteiligte sich bei dem Treffen mit einer Ausstellung von Patschkauer Bildern auf  Stellwänden (siehe unten). Diese Bilder hat Herr Leo Schiller, Liquidator des ehemaligen Patschkauer Heimatvereins, aus dem Patschkau-Magazin im Stadtmuseum in Einbeck geholt. Diese Bilder hatte der Patschkauer Heimatverein 2014 bei der Einweihungsfeier des Magazins in Einbeck von Herrn Henryk Romańczyk, Paczków, übernommen.

Patschkauer Bilder ausgestellt beim Neissertreffen 2016 in Hildesheim.
Bildbearbeitung durch Henryk Romańczyk, Paczkow

                                   Der Vereinsvorstand auf Abschiedstour in Patschkau

 

Der Vorstand des Schlesischen Heimatvereins Patschkau und Umgebung e.V.

war vom 01. bis 08. August 2015 auf Abschiedstour in Patschkau.

Nachdem am Sonntag den 02. August in der Ferienwohnung der Stadt Einbeck

eine Vorstandssitzung zur Vorbereitung der Mitgliederversammlung Anfang
September in Einbeck statt fand, wurden wir am Montag den 03. August vom

neuen Paczkower Bürgermeister, Artur Rolka, im Rathaussaal emfangen.

Bürgermeister Artur Rolka überreichte allen Vorstandsmitgliedern und den mitgereisten Patschkauern ein Willkommensgeschenk.                                                                        Foto: Henryk Romańczyk

 

Am Mittwoch den 05. August besuchten wir den Kulturdezernenten der Stadt Paczków, Herrn Kłoczka, im "Ośrodek Kultury i Rekreacji/Zentrum für Kultur und Freizeit" (ehemaliges "Deutsches Haus" in der Neisser Straße/

ul. Wojska Polskiego) und es wurde über die bisherige und weitere Zusammenarbeit nach der Vereinsauflösung gesprochen.

Am Freitag den 07. August fand noch eine Begegnung mit Herrn  Pfarrer Henne im Pfarrhaus der St. Johannis Evangelist-Gemeinde statt.

Auf dem Bild:

v. links. Rudolf Lux, Schatzmeister; Prof. Eugeniusz Mazurkiewicz, Historiker; Edith Lopatka, "unsere Frau vor Ort" und Dolmetscherin;

Marie-Theres Rießelmann, 2. Vorsitzende; Henryk Romańczyk, ehem. Kulturdezernent der Stadt Paczków; Leo Schiller, 1. Vorsitzender; und Hans-Heinrich Hoppe, Schriftführer.

Foto: Mitarbeiterin der Sadtverwaltung Paczków

 

Die Aufnahme zeigt Bürgermeister Artur Rolka am schwer-gesicherten Zugang zum Archiv des Personenstandsregister.

Im Vorraum ist noch zum Teil ein alten Wandgemälde zusehen.

Das Archiv ist mit einer etwa 20-25 cm starken Panzertür gesichert

und dahinter befindet sich noch eine Gittertür.

In diesem Archiv befinden sich nach Jahrgängen geordnet alle

standesamtlichen Bücher. Anträge zur Übersendung von Geburts-

oder Heiratsurkunden usw. können an foldende E-Mail Adresse

gesandt werden: wss@paczkow.pl , oder schriftlich an:
Wydzial Spraw Społecznych Urzedu Miejskiego w Paczkowie,

u. Słowachkiego 4, PL 48-370 Paczków
Tel.: 048 77 431 60 41; Mo 8.00-16.00; Di-Fr 7.00-15.00.

Webseite der Stadt Paczków: www.paczkow.bip.net.pl

 

Foto: Leo Schiller



70. Jahrestag der Besiedlung der westlichen Territorien

Am 30. August 2015 wurde in Alt Patschkau der restaurierte historische Hochaltar im Beisein des Bischofs aus Oppeln, Andrzej Czaja, Pfarrer Joseph Zwarycz und geladenen Gästen aus Oppeln und Patschkau, eingeweiht. Anschließend wurde der 70. Jahrestag der Besiedlung der polnischen „Westterritorien“ gefeiert. Hierbei wurde ein Steinobelisk aufgestellt, der an die Besiedlung erinnern soll. An dem Obelisken ist eine Plakette mit einem Ausspruch von Papst Johannes Paul II. mit etwa folgenden Wortlaut angebracht: „Jede Rückkehr ins Polnische, ist wie eine Rückkehr zu den vertrauten reetgedeckten Haus der Familie, wo jedes einzelne Objekt viele Erinnerungen weckt, …“!
Bedrückend ist der Standort dieses Obelisken, er wurde neben der Friedenseiche von 1871 aufgestellt. Hier stand bis 1923 das „Hauke-Kreuz“ (siehe Bericht im Neisser Heimatblatt, Ausgabe Dezember 2015, Seite 7), welches zur Chorseite der Kirche umgesetzt wurde, um Platz für das Denkmal der Gefallenen von 1914-18 zu schaffen.
Das Gefallenendenkmal mußte 1945 von Männern aus dem Dorf auf Anordnung der „Neuen Machthabern“ zerschlagen werden und die Trümmer wurden unterhalb der Kirche in einem Röhrrichtteich neben dem Tarnaubach versenkt.