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                                                     Nachrichten aus Paczkow/Patschkau

 

Stadt Paczków ändert Straßennamen

 

Mit Ratsbeschluss von Mitte Juli 2017 wurde der Straßenname ul. Zawadzkiego geändert. Der  Straßenname „Zawadzkiego „ stand  für den „Holteiweg“ und für die Stichstraße „Eichendorff-Promenade“. Der „Holteiweg“ trägt jetzt den Namen „Jana Pawła II.(nach Papst Johannes Paul II.). Die Stichstraße „Eichendorff-Promenade“ bisher „ul. Zawadzkiego“ (von Haus-Nr. 25 bis 30, Siedlung auf dem Gartengelände des ehemaligen Juvenats) erhielt den Namen „Fryderyka Chopina“ (nach Frédéric Chopin, poln. Komponist u.Pianist).

 

Begründet wurde die Namensänderung, dass der Schirmherr, Aleksander Zawadzki (1899-1964), ein kommunistischer Aktivist war und in der stalinistischen Zeit in Polen für Stalinismus, Terrorismus und Menschenrechtsverletzungen die Verantwortung trug. Grundlage ist ein polnisches Gesetz zum Verbot der Verbreitung des Kommunismus oder eines anderen totalitären Systems. Namen von Personen die einem solchen System nahe stehen/standen dürfen nicht für öffentliche Zwecke verwenden werden.

Stadt Paczków hat große Pläne

Die Stadt Paczków plant die Neugestaltung des Marktplatzes (Ring). Es sollen mehr Grünflächen entstehen, dazu müssen die Parkplätze drastisch eingeschränkt werden. Von den mehr als 100 Standplätzen sollen nur 45 übrigbleiben. Auch soll der Autoverkehr auf dem Ring reduziert werden. Anstelle des Kreisverkehrs soll nur noch in zwei Richtungen gefahren werden: Von der Glatzer Straße/Narutowicza - Ring/Rynek - Breslauer Straße/Wroslawska  und von Münsterberger Straße/E.Plater – Ring/Rynek – Kollataja. Nach dieser Planung können die kurzen Stirnseiten des Ringes nicht mehr befahren werden.
Bei der Umgestaltung des Ringes muß auch die technische Infrastruktur im Untergrund (Sanitär, Abwasser, Strom usw.) modernisiert werden.
Nach den Vorstellungen des ehemaligen Kurators des Gasmuseums, Adam King, soll eine „Gas-Route“ (Gaslaternen) vom Ring über die Frankensteiner Straße/Sikorskiego – Bergmannstraße/ul. Pocztowa bis zum Gasmuseum führen.
Ob und wann diese Pläne umgesetzt werden können, ist eine Frage der Finanzierung.

Paczków – Umbau des Busbahnhofs

Am 30. Juni 2017 wurde im Kreismuseum in Nysa/Neisse das Abkommen über die Finanzierung im Rahmen des regionalen Programms der Wojewotschaft Opole/Oppeln für die Jahre 2014-2020 unterzeichnet. Es geht um den Einsatz von CO2-Strategien in der Subregion Süd, den Gemeinden Grodków/Grottkau und Paczków/Patschkau. Das Projekt erfolgt in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Grottkau, die Projektleiter ist.

Ziel des Projektes ist, die Lebensqualität der lokalen Gemeinschaften zu verbessern und zur Verringerung der Luftverschmutzung beizutragen, dies soll durch die Entwicklung von sauberen und wirksameren Formen des Öffentlichen Personennahverkehrs geschehen.

Im Herbst 2018 will die Stadt Paczków den Busbahnhof an der Wallstraße/S. Staszcia gegenüber der ehemaligen evangel. Kirche modernisieren. Der bisherige Busbahnhof ist in die Jahre gekommen und entspricht nicht mehr den heutigen Anforderungen.
Außerdem sollen am Busbahnhof und rund um die Stadtmauer Parkplätze eingerichtet werden, da nach einem Umbau des Marktplatzes (des Ringes) eine ganze Reihe Parkplätze in der Altstadt entfallen. Leider müßte wohl für die neuen Plätze in die Grünanlagen der Promenaden eingegriffen werden.
Das ganze Projekt soll nach bisherigen  Planungen ca. 2.86 Mio. z
ł. einschließlich 2,05 Mio. zł. Kofinanzierung aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), kosten.

Pfarrerwechsel bei St. Johannis-Evangelist in Patschkau

 Am 20. Juni 2017 feierte Pfarrer Edward Henne sein 52.jähriges Priesterjubiläum. Pfarrer Henne war der dritte Geistliche an St. Johannis-Evangelist nach dem 2. Weltkrieg. Seine Vorgänger seit 1945 waren Pfarrer Franciszek Siekierski und Piotr Gołąbek.

Am 24. August 2017 ist Personalwechsel an St. Johannis, Pfarrer Henne geht in Pension und sein Nachfolger,  Pfarrer Jarosław Ostrowski, übernimmt das Amt des Patschkauer Ortsgeistlichen. Pfarrer Ostrowski war bisher an der Kirche der Heiligen Jungfrau Maria in Jemielnica/Himmelwitz, Kreis Groß Strehlitz, tätig.

Fotos: Henryk Romańczyk; oben: Pfarrer Eward Henne, unten: Pfarrer Jaroslaw Ostrowski